Die Komplexität bei der Auswahl der richtigen Überwachungskamera nimmt zu

Professionelle Netzwerk Überwachungskameras dominieren heute den Markt für Videoüberwachung. Damit einher geht ebenso die steigende Anzahl unterschiedlicher Kameratypen mit zunehmender Komplexität bei der Auswahl der richtigen Überwachungskamera. Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei, die richtigen Produkte auszuwählen.

Wie treffen Sie die Auswahl der richtigen Überwachungskamera? Im folgenden finden Sie Informationen zu einzelnen Kameratypen und anderen wichtigen Faktoren, welche die Wahl der Überwachungskamera beeinflusst. Kevin Smart, unser virtueller Assistent, hilft Ihnen zusätzlich gerne dabei die richtigen Komponenten auszuwählen. Starten Sie jetzt unsere Online Beratung.

 

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Kameratypen und ihre Bedeutung

Grob lassen sich fast alle Überwachungskameras drei unterschiedlichen Kameratypen zuordnen: Bullet, Dome und PTZ Überwachungskameras.

Bullet Überwachungskameras gehören dank ihrer länglichen Bauform zu den offensichtlicheren Kameras und dienen neben der Aufklärung auch insbesondere zur Vorbeugung und Abschreckung von Straftaten. Die Bauform lässt zusätzlich relativ einfach erkennen, welcher Bereich durch die fix montierte Kamera abgedekt ist. Der Bereich hinter der Bullet Kamera wird nicht erfasst und ist ungeschützt.

Charakteristisch für Dome Überwachungskameras ist das halbrunde Gehäuse, meist mit einem getönten Glas versehen und an der Decke montiert. Im Gegensatz zu Bullet Kameras ist der Bereich, welcher durch die Dome Kamera abgedeckt ist, schwieriger zu erkennen, da die abgedunkelte Scheibe die Kameraausrichtung nicht auf den ersten Blick erkennen lässt. Der Abschreckungsfaktor von Dome Kameras ist deshalb besonders effektiv.

PTZ Kameras können aus der Ferne gesteuert werden und somit schwenken, neigen und zoomen (meistens beinahe 360°). Diese Funktion nennt man PTZ (aus dem Englischen Pan Tilt and Zoom). Die Zoom-Funktionalität ermöglicht das Erkennen von genausten Details auf grosse Distanzen bis zu 1’000 Meter. Diese Kameras sind in der höheren Preisklasse angesiedelt und verfügen meistens über Funktionen wie Auto-Tracking. Dadurch werden bewegte Objekte oder Peronen automatisch erkannt und verfolgt.

Im Folgenden finden Sie je ein Beispiel einer Bullet, Dome und PTZ Überwachungskamera.

Bullet
429.00 CHF
Dome
309.00 CHF
PTZ
1'940.00 CHF

Ziel der Videoüberwachung: Überblick oder Detail

Bei der Überwachung eines grossen Areals liegt der Fokus vor allem auf der zuverlässigen Identifikation und Aufzeichnung der Bewegungen von Personen oder Objekten. Detailerkennung ist dabei nicht zentral. Bei Detailaufnahmen hingegen sind die Bereiche kleiner, die Kamera erfasst jedoch mehr Details. So steht zum Beispiel die Identifikation von Gesichtern oder Nummernschildern im Vordergrund. So muss in einem ersten Schritt immer zuerst das Ziel der Videoüberwachung festgelegt werden.

DORI Distanz

DORI (Detect, Observe, Recognize und Identify) steht für detektieren, beobachten, erkennen und identifizieren. Die Distanz wird jeweils in Metern angegeben und kann als Richtlinie für die Auswahl der richtigen Überwachungskamera herangezogen werden.

  • Detektieren: Entfernung, auf welche ein Objekt im Videobild wahrgenommen wird, ohne Details erkennen zu können.
  • Beobachten: Entfernung, auf welche grobe Merkmale wie unverkennbare Kleidung erkennbar sind, aber zu wenig Details vorliegen, um Personen zu identifizieren.
  • Erkennen: Entfernung, auf welche man eine Person, welche man bereits einmal gesehen hat, mit grosser Wahrscheinlichkeit wiedererkennen kann.
  • Identifizieren: Entfernung, auf welche man sämtliche Details eines Objekts oder einer Person ohne Zweifel erkennen kann.

Überwachungsbereich

Der Überwachungsort wird grundsätzlich in unterschiedliche Überwachungsbereiche unterteilt. In einem Hotel wären das beispielsweise der Eingangsbereich, die Rezeption, der Flur etc. In unterschiedlichen Bereichen können wiederum entweder das Erkennen von Details oder ein grober Überblick die Wahl der richtigen Überwachungskamera beeinflussen. Darüber hinaus können diese Bereiche entweder mit fest ausgerichteten Kameras oder mit sogenannten PTZ-Kameras ausgerüstet werden. PTZ bedeutet dabei, dass die Kamera über eine Schwenk- und Zoomfunktion verfügt. Der Vorteil dabei ist, dass Details auch auf grosse Distanzen erkennbar sind und grössere Bereiche abgedeckt werden können. PTZ Kameras können Objekte automatisch nachverfolgen oder manuell gesteuert werden.

Schutzgrade und Lichtquellen

Die Anforderungen an Kameras im Innen- oder Aussenbereich unterscheiden sich massgeblich und müssen deshalb beim Kauf einer neuen Kamera beachtet werden. Im Aussenbereich gibt es beispielsweise stark wechselnde Lichtbedingungen und die Kameras können extremen Wetterbedingungen wie Regen oder Schnee ausgesetzt sein. Darüber hinaus können externe Gewalteinwirkungen durch Vandalismus den Kamerabetrieb unterbrechen. Kameras, die hohe Kontraste verarbeiten und über eine ausreichende Nachtsichtfunktion verfügen, sind zu bevorzugen. Moderne Kameras verfügen über integrierte Nachtsicht mittels Infrarot LEDs. Dennoch sind teilweise zusätzliche Beleuchtungen notwendig, um Überwachungsbereiche auch bei Nacht genügend auszuleuchten.

Bitte beachten Sie die IP Schutzklassen der Kameras, sollten diese im Aussenbereich montiert werden. Die Schutzklasse gibt an, inwiefern die Kamera gegen Staub und Wasser geschützt ist (mehr Infos zu den Schutzklassen finden Sie hier):

 

Erste Ziffer:

0 kein Schutz
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 50 mm
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 12,5 mm
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 2,5 mm
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 1,0 mm
5 Geschützt gegen Staub in schädigender Menge
6 staubdicht

Zweite Ziffer:

0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, speziell Landwirtschaft

Stromversorgung

Die Stromversorgung von modernen Überwachungskameras wird häufig über PoE (Power over Ethernet) sichergestellt. Dabei werden zusätzliche Kabel für den Stromanschluss obsolet. Zusätzlich wird die Installation dadurch vereinfacht. WIFI Überwachungskameras werden im Normalfall mit einem Stromadapter betrieben, die Netzwerkverkabelung fällt hingegen weg und die Verbindung wird via WiFi sichergestellt. WiFi bedeutet demnach nicht, dass die Kamera gänzlich kabellos betrieben wird. Überprüfen Sie deshalb zuerst genau, wie die Stromzufuhr der Kamera sichergestellt werden kann.

Intelligente Videoüberwachung

Unterschiedliche Kameramodelle bieten eine integrierte Analysesoftware und ermöglichen intelligente Funktionen wie Bewegungsalarm, Bewegungsverfolgung, Personenzählung, Einbruchalarm, Heatmapanalyse, virtueller Stolperdraht usw. Zusätzlich sollten mehrere Kameras gleichzeitig betrachtet werden können, um die Verwaltung zu vereinfachen und den Überblick über mehrere Kameras jederzeit gewährleisten zu können. Je nach Ihren Bedürfnissen, können somit unterschiedliche Kameramodelle in Kombination mit einem Aufzeichnungsgerät in Frage kommen.

Kopplung und Fernzugriff

Sofern Sie die Überwachungskamera mit einem externen System (z.B. Alarmanlage) koppeln möchten, muss die Netzwerkkamera über eine offene Schnittstelle verfügen und Alarmkontakte aufweisen.

Für den Fernzugriff via Smartphone muss eine Handy App verfügbar sein. Achten Sie darauf, ob die Applikation mit einem iPhone oder Android Gerät angewendet werden kann. In den meisten Fällen sind die Applikationen kostenlos. Testen Sie diese jedoch zuerst auf die Stabilität, den Akku- sowie Internetkonsum und Funktionenumfang.

Genauso müssen Sie überprüfen, ob die entsprechende Software für Ihr Betriebssystem geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Laptop auf die Kameras zugreifen wollen. Häufig wird von Anbietern eine monatliche Gebühr pro Kamera verlangt, um eine Überwachungssoftware auf dem Computer betreiben zu können.

Preis und Qualität

Einer der wichtigsten Punkte bei der Auswahl der richtigen Überwachungskamera ist die Langfristigkeit. Wer billig kauft, hat keinen Support, keine professionelle Beratung und kauft schlussendlich mindestens zweimal. Beachten Sie dabei, dass ein Überwachungssystem auch in Zukunft auf dem neusten Stand gehalten werden muss, um Sicherheitslücken und Systemausfälle zu vermeiden.

Falls Sie an einer längerfristigen Lösung interessiert sind, achten Sie darauf, dass der Vertriebspartner Leistungen wie Risikoanalyse, Planung, Montage, Support, Software-Updates und Wartung anbieten kann. Auch bei dem Kauf von einzelnen Kameras macht es Sinn, einen Ansprechpartner für Fragen zu haben, vor und nach dem Kauf. Falls Sie Ihr bestehendes System erneuern wollen, fragen Sie nach, ob die bereits vorhandene Infrastruktur effizient genutzt werden kann. Ein Beispiel zu einer Systemerneuerung finden Sie hier.

Überwachungskameras unterscheiden sich preislich stark je nach Auflösung und Funktionalität. Eine Beratung stellt sicher, dass Sie nicht für Funktionen oder Dienstleistungen bezahlen, die Sie nicht benötigen werden.

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